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KOLK 17 Figurentheater & Museum

KOLK 17 steht für Unterhaltung auf hohem künstlerischem Niveau – für alle. 

KOLK 17 bietet Veranstaltungen für ein diverses Publikum. Die Inszenierungen unterschiedlichster Spielarten des Puppen-, Figuren- und Objekttheaters beruhen auf bildnerischer Ästhetik und künstlerischen Animationsvorgängen. Sie greifen Traditionen und aktuelle gesellschaftliche Themen auf. KOLK 17 ist ein vielseitiger Ort ästhetischer und kultureller Bildung, der sowohl in Ausstellungen als auch in Aufführungen seine Besucher:innen verzaubert. 

KOLK 17 steht für Offenheit und Vielfalt.

KOLK 17 arbeitet transkulturell, interdisziplinär und transparent. In wechselnden Ausstellungen und Aufführungen internationaler Gastensembles wird die Vielfalt von Figurentheater erlebbar. Dabei wird besonders auf Zugänglichkeit für alle Menschen geachtet: barrierefrei, mit Angeboten speziell für Kinder und in verschiedenen Informationstiefen.  

KOLK 17 teilt Wissen.

KOLK 17 ist eine forschende Kulturinstitution, die sich an aktuellen Theorien und Debatten aus den Bereichen Figurentheater, den Darstellenden Künsten und der Museumsforschung ausrichtet. Hier werden Objektbiografien in der Sammlung erforscht, genauso wie neue Techniken für Ausstellungen und Aufführungen erprobt. KOLK 17 versteht sich als Plattform, die zu einem Wissensaustausch über Figurentheater beiträgt. 

 Warum eigentlich „17“?

Was bedeutet Kolk 17?

Wir haben uns in den zahlreichen Diskussionen um den Namen der neuen gGmbH für den Kolk, für das Bleiben in der Altstadtgasse unter den sieben Giebeln der alten Häuser entschieden. Die Hausnummern liefen von 14-22, durchweg gerade Zahlen. Die ungeraden dazu gibt es nicht. Auf der anderen Straßenseite steht nämlich die wuchtige Mauer von St. Petri. Mitten zwischen all den Zahlen liegt die 17. Sie passt zur Aussprache des Wortes Kolk sehr gut. 17 ist eine Primzahl, die erste nach den sehr märchenhaft besetzten 3, 5, 7, 11, 13. Uns gefällt der Humor, der an Trick 17 denken lässt und der auch darin liegt, dass es eine fiktive Hausnummer ist. Unsere 17 steht für Augenzwinkern, Verspieltheit und Kreativität, Jugend und Aufbruch; manche finden die 17 auch unheimlich und tiefgründig.

 

In dieser Zahl wollen sich Theater (bisher offiziell 20-22) und Museum (bisher offiziell 14-18) finden. 

Der Kolk

KOLK 17 Figurentheater & Museum

Geschichte des Hauses

Der Lübecker Kolk mitten in der Altstadt beherbergt eine wechselvolle Figurentheatergeschichte. Hier eröffnete Fritz Fey sen. 1977 ein Marionettentheater, das für 30 Jahre sein Publikum mit Stücken für Kinder und Erwachsene unterhielt. 2006 ging diese Ära zu Ende. 2007 wurde das Figurentheater Lübeck begründet als modernes Gastspielhaus für alle Formen von Figuren-, Masken- und Objekttheater. Mit seinem festen Kooperationspartner, dem Ensemble KOBALT Figurentheater Lübeck, entwickelte es ein breitgefächertes Programm für Kinder und Erwachsene, theaterpädagogische Angebote sowie ein alle zwei Jahre stattfindendes internationales Festival. So entstand eine der wichtigsten Institutionen für diese Theaterform in Deutschland.

Eine Besonderheit bildet seit jeher die Nähe zum Museum: schon 1982 wurde in direkter Nachbarschaft auf 500 Quadratmetern das Theaterfigurenmuseum als privates Sammlermuseum von Fritz Fey jun. gegründet. Es besitzt aufgrund seiner einzigartigen Sammlung von ca. 20.000 Figuren, Objekten, Instrumenten und Grafiken zum Themenbereich Figurentheater eine besondere Stellung, sowohl innerhalb der Lübecker Museumslandschaft als auch deutschlandweit, und gehört international zu den wenigen Museen, die sich monothematisch mit Figurentheater beschäftigen.

Seit Anfang 2021 sind beide Institutionen verschmolzen unter dem Namen KOLK 17 Figurentheater & Museum.

Der Kolk
Margrit Christensen historische Malereien im Kolk

KOLK 17 Ausstellungskonzept

Wechselnde Ausstellungen zu Fragestellungen und Themen

Wir setzen auf Sinnlichkeit – die ästhetische Erfahrung in den Ausstellungsräumen steht für uns an erster Stelle. Aus der Fülle der Sammlung präsentieren wir vor allem konkrete Fallstudien und widmen uns in einem stetigen Wechsel thematischen Schwerpunkten. Für die Dramaturgie unserer Ausstellungsräume nutzen wir Erfahrungen aus der konkreten Theaterarbeit und verstehen unsere Ausstellungen – ähnlich wie Theaterinszenierungen – als Interpretationsangebote. Es gibt keine dominante Erzählung, sondern vielstimmige Erzähler:innen mit ihren Perspektiven und Interpretationen. KOLK 17 ist ein Ort der Geselligkeit – nicht nur in den Theateraufführungen, sondern auch in den Ausstellungsräumen.

Der Kolk

Herausforderung Theaterfigur

Handwerk, Dramaturgie und Zukunft

Figurentheaterinszenierungen sind eine vielschichtige, dramaturgische Kombination aus Gestaltungselementen, Animationsvorgängen und physisch spezieller Darstellender Kunst. Allen diesen Teilaspekten liegen handwerkliche, oft jahrhundertealte Traditionen zugrunde, die uns heutige Puppenspieler:innen nachhaltig inspirieren können. Wie baut man eine weithin sichtbare Theaterfigur, wie wird sie konstruiert, wie animiert man eine große oder schwere, eine kleine oder leichte oder gar durchscheinende Figur, wie erzeugt man Präsenzenergie, wie baut man einen Blickkontakt auf, wie packt man das Publikum, führt seine Emotionen, seine Wahrnehmung? Hier findet man beim Ausprobieren, Suchen und Kreieren viele Anregungen in der Sammlung oder bei der Mitarbeit an performativen Ausstellungskonzepten. Die Inszenierung baut dann phantasievoll mit heutigen weiteren Theatermitteln, z.B. der digitalen Medien, den Bezug zu Gegenwart und Aktualität auf. 

Der Kolk

Auszug aus „Kolonialismus und Figurentheater. Die Fäden entwirren.“

Das Ding in der Vitrine

Das gewisse Etwas des Theatermoments ist nicht aufzuspüren, indem man Figurentheater in seine Einzelteile zerlegt, in Spieltechnik, Figuren, Bühnenbilder, Stücktexte. Es liegt dazwischen und bleibt flüchtig, an den Moment der Aufführung gebunden – daher immateriell. Alle Versuche, darüber zu forschen und zu schreiben, müssen notwendigerweise Annäherungen bleiben.

Vieles an Kultur ist immateriell. Das Museum als Institution musste immer schon versuchen, diese Lücke zu überwinden, indem es sich auf Objekte konzentriert hat, mehr noch, indem es alles notwendigerweise zu Objekten gemacht hat. Ein gutes Sinnbild für diesen Vorgang der Objektifizierung finden wir in der Vitrine. Sie steht (immer noch) im Kern unserer Vorstellung vom Museum: „Museum = (tote) Objekte in Vitrinen“. Dazu gehört das Objektschild. Es zeugt von der Idee einer eindeutigen Identifizierung und Zuordnung im Sinne (natur)wissenschaftlicher Klassifikationen. Auf ihm ist die eindeutige Einordnung des Objekts vermerkt.

KOLK 17 virtuelle Ausstellung
KOLK 17 virtuelle Ausstellung
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Forschung

Forschungsprojekt:
puppet & microcamera

Wieviel filmische Perfektion verträgt die analog gespielte ‚artifizielle‘ Theaterfigur in digitalen Projektionen auf der Bühne? Kann man die unterschiedlichen Wahrnehmungsvorgänge filmischer bzw. figurentheatraler Bilder im Zuschauer gleichwertig zusammenbringen? Mit Figurenspiel und Projektion von Live-Kamerabildern auf Flächen, Objekte, Materialien, Masken usw. entwickelt das interdisziplinäre Ensemble Kategorien, praktische Tipps und Visionen zu Dramaturgie, Ästhetik und zukünftige gemeinsame Inszenierungen.

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Kontakt

KOLK 17
Figurentheater & Museum

Kolk 17 Figurentheater & Museum Logo weiß

KOLK 17 gGmbH
Figurentheater & Museum

Possehl-Haus
Beckergrube 38-52
23552 Lübeck

Theater Figuren Mobil

TheaterFigurenMobil
Kirchhof St. Petri
23552 Lübeck

Öffnungszeiten Mobil

z.Z. coronabedingt geschlossen

Geschäftsführende Museumsdirektorin

Dr. Antonia Napp
museum@kolk17.de

Figurentheater-Direktor

Stephan Schlafke
theater@kolk17.de

Pressekontakt

Charlotta Becker
marketing@kolk17.de