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von | 28 Mai 2021 | Prozess, Who's Talking?

Künstlerporträt: Yacouba Magassouba

Yacouba Magassouba (geboren 1981 in Mali) ist Regisseur, Figurenspieler und Veranstaltungstechniker. Er wurde durch seinen Großvater (1995) und seinen Onkel (der Figurenspieler Yaya Coulibaly mit der Truppe Sogolon von 2000 bis 2012) in die Kunst des Figurenspiels eingeführt und darin ausgebildet. 

Seine Arbeit bringt ihn auf weltweite Tourneen und zu Festivals: Burkina Faso, Spanien, Belgien, Kanada, Frankreich, Luxemburg, Deutschland, Martinique, Côte d’Ivoire, Benin, Zentralafrikanische Republik, Senegal, Niger, Kongo, Guinea. Er war zum Beispiel beauftragt, das Stück Tall Horse der Handspring Puppet Company während der Tournee im Jahre 2004 in Südafrika und Deutschland zu vermarkten. 

Der Wunsch sich von dem familiären Rahmen zu lösen/zu emanzipieren und seine eigenen Visionen in die Kunst des Figurenspiels einfließen zu lassen, bringen ihn 2010 dazu, seine eigene Truppe zu gründen: die Compagnie Nama mischt Figurenspiel mit Tanz und Maskenspiel zu traditionellen Rhythmen, Gesängen und Percussions. 

Die Compagnie Nama gewann die Bronze-Medaille in der Disziplin „Riesenmarionetten“ bei den Spielen der Frankophonie in Elfenbeinküste im Juli 2017 und ist die Einzige in Mali, die selbst Riesenmarionetten baut und spielt. 

Seit 2013 ist Yacouba Vorsitzender des Vereins „Art, Marionette, Musique, Clowns et Danse dans nos rues“ („Kunst, Theaterfiguren, Musik, Clowns und Tanz in unseren Straßen“). Seit 2017 ist er Leiter des Festivals „Rendez-Vous Chez Nous à Bamako“, das erste Straßenkunstfestival in Mali, die fünfte Ausgabe ist für November 2021 geplant. 

2017 nimmt er an einem Lehrgang bei Terry Alban (von der École Supérieure Nationale des Arts de la Marionnette – Hochschule für Figurenspielkunst) in Charleville-Mézières in Frankreich teil, bei dem es vor allem um das Leiten/Organisieren von Straßenkunstfestivals geht. 

In seiner Eigenschaft als Figurenspieler und Direktor der Compagnie Nama ist eine seiner Hauptbeschäftigungen die Ausbildung der jüngeren Generation in der Kunst des Figurenspiels; in den letzten Jahren sind über ein Dutzend Lehrgänge organisiert worden. 

Seine Stücke kombinieren Unterhaltung mit der Sensibilisierung des Publikums für wichtige soziale Themen wie zum Beispiel sozialer Zusammenhalt, Schulabbruch oder Gewalt gegen Frauen. 

Sein jüngstes Stück „Le Chat Pèlerin“ („Die Pilgerkatze“) ist eine malisch-französisch-kanadische Koproduktion und handelt vom Miteinander und Frieden, es erfindet die Kunst des Figurenspiels neu und bereichert sie, indem sie sie an die neue Zeit anpasst und neue „Charaktere“ kreiert und so auch das Überleben der traditionellen malischen Figurenspielkunst bewahrt. 

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